Releases der Woche

Von Brockhampton bis Mädness, von Missy Elliott bis Knocked Loose

Simon empfiehlt:
GINGER von Brockhampton (RCA)

Nach einer kurzen Auszeit meldet sich „America’s Favorite Boyband“ Brockhampton mit ihrem neuen Album GINGER zurück. Die musikalische Supergroup rund um den vermeintlichen Anführer Kevin Abstract zeigt sich auch auf dem Nachfolger von IRIDESCENCE gewohnt offenherzig und gefühlvoll in ihren Lyrics.

Christina empfiehlt:
a DIFFERENT SHADE OF BLUE von KNOCKED LOOSE (PURE NOISE)

Mit Superlativen muss man ja vorsichtig sein – und das, was Knocked Loose auf ihrem zweiten Album aus sich rausprügeln, als den „Hardcore der Zukunft“ zu bezeichnen, ist angesichts der zahlreichen historischen Bezugsgrößen von Pantera bis Obituary auch nicht ganz richtig. Aber eines der stärksten, herausfordernsten und einzigartigsten Genre-Releases des Jahres hat der Hype-Fünfer da unumstritten geschaffen.

Simon empfiehlt:
ICONOLOGY EP von Missy Elliott (atlantic)

Sage und schreibe 14 Jahre sind seit Missy Elliotts letztem Solo-Release vergangen. Über eine Dekade, in der die Rap-Welt sich stetig wandelte und neue stilistische Epochen durchlebte. Kann nach dieser sehr langen Schaffenspause ein Comeback überhaupt funktionieren, ohne dabei cringy zu wirken? Kann es! Die HipHop-Pionierin hat nichts an ihrem Charisma eingebüßt, flext auf ICONOLOGY frisch und spitzzüngig über die Produktionen von Timbaland, kokettiert mit ihrem Alter und droppt mit „Why I Still Love You“ eine wunderschön emotionale Herzschmerz-Ballade.

SKinny empfiehlt:
OG von Mädness (Mädness)

So geht Grown-Man-Rap: Mädness behandelt unaufgeregt und vor allem nie peinlich oder verkrampft die wirklich präsenten Themen des Lebens: Freundschaft, Familie, Beruf und Geld.